frettchenfreunde
  Mögliche Krankheiten/Impfungen
 
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Infektionskrankheiten beim Frettchen

 

Frettchen sind  besonders anfällig für einige virale und bakterielle Infektionen, die auch bei Hund und Katze auftreten. Dazu gehören u.a. Staupe,

Tollwut und Leptospirose. Im Gegensatz zum Hund und zur Katze verlaufen die meisten dieser Erkrankungen bei den Frettchen pärakut und mit zentralnervösen Störungen.

 

Erste Krankheitszeichen fallen schnell auf, wenn man sich viel mit seinem Frettchen beschäftigt: ist es munter, frisst es gut, kommt es sofort aus seiner

Schlafkiste, hat es keinen Durchfall oder Verstopfung, ist das Fell glatt und seidig, die Augen sauber und wach ! ODER sitzt es teilnahmslos da,

mit trübem Blick, abgemagert, zeigt Fressunlust,leidet unter Durchfall,kratzt es sich permanent...?
Dann sollten bei den Haltern schon die Alarmglocken schrillen !!!!

 

Einige Krankheiten sollen im folgenden genannt und zum Teil näher erläutert werden:

 

Die Staupe (Viruserkrankung) kann durch den Hund,aber sehr wohl auch uns Menschen,  übertragen werden und führt akut zu wässrigem Nasen- und Augenausfluss, Fieber und Fressunlust.

In wenigen Tagen kommt es zu ataktische Bewegungsstörungen und Festliegen. Im chronischen Verlauf kommt es zur Verhornung der Haut und zu

Pustelbildung. Bei ungeimpften Frettchen ist eine Heilung fast unmöglich.

 

Die Influenza (Grippe) des Menschen ist auch auf Frettchen übertragbar !!! Insbesondere bei neugeborenen Frettchen mit nicht immunen Muttertieren verläuft

sie immer tödlich. Erwachsene Frettchen dagegen zeigen plötzliches Fieber, Apathie, Fressunlust und Nasenausfluss.

 

Tollwut äußert sich in der sog. „rasenden Wut“ mit aggressivem Verhalten gegenüber Mensch und Tier und krampfartigen Zuständen. Sie ist nicht

heilbar, eine Therapie ist verboten! Eine Impfung ist möglich!

 

Auch die für Hunde gefährliche Leptospirose kann Frettchen das Leben kosten. Die Übertragung erfolgt  über verseuchtes Futter. Symptome

wie Fressunlust, Erbrechen, Apathie, Gelbsucht, Bindehautentzündung und Lähmungserscheinungen treten auf. Eine Heilung ist fraglich, jedoch ist eine Schutzimpfung möglich !

 

Ebenso können bei den Frettchen Hautpilzerkrankungen auftreten, ebenso wie diverse andere bakterielle Infektionen. Alle können hier natürlich nicht

genannt werden.

 

Wichtig noch zu nennen sind die Parasitosen. Frettchen können an einer Reihe von Parasiten (Einzeller, Würmer – Egel, Band- und Spulwürmer,

Nierenwürmer, aber auch Ektoparasiten wie Flöhe und Milben) erkranken. Wurmkuren sollten allerdings nicht rein prophylakisch regelmässig durchgeführt werden,sondern nur nach entsprechender Diagnose (Kotprobe) durch den Tierarzt !

 

 Unbedingt ist eine Prophylaxe bei den Infektionskrankheiten angezeigt. Gegen die meisten Erreger kann und sollte man Impfen, eine jährliche

Schutzimpfung beugt den lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten vor, doch auch artgerechte Haltung, Fütterung und Pflege sind lebensnotwendig.

 

 

Erkrankungen  -   VIREN


 

Staupe
Virale Erkrankung mit dem Para-Myxovirus, die ausser Hunde gelegentlich auch Füchse und Frettchen befällt, und durch Kontakt übertragen wird.
Es

besteht eine Korrelation zwischen dem Krankheitsstadium des Trägers und der Kontaktdauer mit dem nichtinfizierten Tier. Die Gefahr einer

Virusübertragung steigt signifikant mit der Dauer der Erkrankung.

Die Ansteckung mit einem Virusstamm vom Frettchen führt nach 10 bis 14 Tagen zum Exitus, erfolgt dagegen die Ansteckung mit einem Virusstamm

vom Hund, ist der Krankheitsverlauf länger, und nach 3 bis 3½ Wochen stellen sich ZNS Störungen ein.

Symptome:
Nach einer Inkubationszeit von 5 bis 7 Tagen, unterschiedlicher Krankheitsverlauf, da es im Anschluss an die Virusinfektion, sekundär zur
Bakterienansiedlung kommt.

Bei der akuten Form treten seröser Nasen- und Augenausfluss, Hyperämie der Ohren, Fieber und Fressunlust auf.

 

Die erkrankten Tiere machen einen zahmen Eindruck. Im chronischen Verlauf (nach etwa 8 bis 10 Tagen), kommt es zur Ausbildung von Hyperkeratose

und Parakeratose der Haut vorwiegend an den Pfoten und am Nasenspiegel beim Frettchen. In etwa 50 % der Fälle werden auch Pusteln auf der Haut

unter dem Kinn und in der Inguinalregion der erkrankten Tiere sichtbar. In den ersten 7 Tagen der katarrhalischen Form sind die Krankheitszeichen

häufig nicht offensichtlich, bis es zur Ataxie und zum Festliegen kommt. In diesem Stadium ist es für eine Therapie zu spät.
IMPFEN :  Febrivak Dist oder ersatzweise Hund/Katzenimpfstoff

 

 

Parvovirose


Die Angaben über das Auftreten von Parvovirose sind widersprüchlich.
Katzenseuche, Infektiöse Panleukopenie, Virusenteritis.

Symptome:
Gestörtes Allgemeinbefinden, Fieber, katarrhalisch - hämorrhagische Enteritis, Fressunlust, Apathie. Der Krankheitsverlauf ist akut, und der Tod tritt

innerhalb von 3 bis 5 Tagen ein.

Bei Jungtieren manchmal perakuter Verlauf, so dass irrtümlich vom Besitzer der Verdacht auf eine Intoxikation geäussert wird.

 

Aleutenkrankheit -Hypergammaglobulinämie (HGG)


Durch das Aleuten-Virus verursachte, dem Komplex der nichtentzündlichen Bindegewebserkrankungen zugeordnete Plasmozytose der Nerze. Die

Hypergammaglobulinämie ist eine Erkrankung, die beim Frettchen im allgemeinen chronisch verläuft und vorwiegend bei erwachsenen Tieren

festgestellt wird. Beim Nerz ist sie unter dem Namen Aleutenkrankheit recht bekannt.

 

Symptome:
Der Krankheitsverlauf ist beim Frettchen sehr langsam, mit nur wenigen klinischen Symptomen wie Abmagerung und schwarzem, teerartigen Kot.

An HGG infizierte Frettchen können 200 Tage überleben.

 

Influenza

Influenza-Virus, Respiratory syncytialvirus.
Nach Untersuchungen weisen neugeborene Frettchen einen äusserst niedrigen Immunglobulingehalt im Serum auf. Der überwiegende Teil der

maternalen Antikörper (lgG) wird erst post partum über die Schleimhaut in den ersten 30 Lebenstagen aufgenommen. Infektion von neugeborenen

Frettchen, die von ungeschützten Fähen stammen, verläuft immer tödlich, dagegen erkrankt die Nachkommenschaft von Fähe, die immun sind, nicht

an Influenza. Auch neugeborene Frettchen von nicht immunisierten Fähen, die aber nach der Geburt immunisierten Fähen unterlegt wurden, blieben

von der Infektion verschont.

 

Symptome:
Nach einer Inkubationszeit von 2 Tagen bei erwachsenen Frettchen plötzlicher Anstieg der Körpertemperatur (40 bis 41C), Fressunlust. Apathie, Nasenausfluss.

 

Tollwut
Durch den Rhabdo-Virus verursachte, akute, meist tödlich endende, weltweit verbreitete Infektionskrankheit.

Symptome:
In der Mehrzahl der Fälle rasende Tollwut. Exzitationsstadium, aggressives Verhalten dem Menschen gegenüber. Ob die stille Tollwut bei

Marderartigen vorkommt, ist,  jedenfalls aus der freien Wildbahn, nicht bekannt.
IMPFEN : "Nobivak T" oder entsprechender Hund/ Katzenimpfstoff 

 

Infektion mit dem IBR-Virus


Der Erreger der infektiösen bovinen Rhinotracheitis (IBR) kann beim Frettchen akute und chronische Infektionen der Atemwege hervorrufen IBR-Virus,

ein Herpesvirus, das durch Fütterung von ungekochtem Eingeweide vom Rind auf Frettchen bertragen wird.

 

Symptome:
Nach einer Inkubationszeit von 3 bis 7 Tagen Niesen, Husten, schleimig-blutiger Ausfluss aus der Nase, eitrige Pharyngitis, Anorexie.

Therapie: Unbekannt

Für Frettchen zugelassene Impfstoffe :



Bezeichnung Krankheit / Stoff- Indikationsgruppe Zulassungs-
inhaber
Zulassungs-
nummer
Zulassungs-
datum
Tierart

Febrivac Dist

Staupe

 

Impfstoffwerk Dessau-Tornau GmbH

12a/92 06.04.1995 Frettchen,
Nerz
 

Nobivac T

Tollwut

 

Intervet Deutschland GmbH

348a/94 11.08.1997 Frettchen,
Hund,
Katze,
Pferd,
Rind,
Schaf
 

Rabisin

Tollwut

 

Merial GmbH

94a/84 24.11.2005 Hund,
Katze,
Frettchen,
Pferd,
Rind,
Schaf
 

RIEMSER Tollwut-Vakzine

Tollwut

RIEMSER Arzneimittel AG

PEI.V.03420.01.1 10.06.2006 Hund,
Frettchen,
Katze,
Pferd,
Rind,
Schaf,
Schwein,
Ziege
 

Vanguard R, inaktiviert

Tollwutimpfstoff

Pfizer GmbH

PEI.V.03351.01.1 03.05.2006 Hund,
Katze,
Frettchen,
Pferd,
Schwein,
Ziege,
Schaf,
Rind
 



 
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